Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ruhet in Frieden...

Ich gebe zu, dass ich mir bis vor einigen Jahren noch nicht so die Gedanken gemacht habe, aber mittlerweile schon. Es ist erschreckend, was wir mit unserem Konsumverhalten der Umwelt und den Tieren antun. 

Man sollte vielleicht mal anfangen weniger Fleisch zu konsumieren und auf Billigfleisch zu verzichten; ferner Maßnahmen wie das Anlegen von Wildwiesenflächen zu unterstützen und selber auch zumindest "Hotels" den Insekten anzubieten.

Der Mensch schauffelt sich sein eigenes Grab.... 

Mittwoch, 27. September 2017

Hunderunden und das Opfern von Angsthunden ....

Ich gebe zu, eine recht provokante Überschrift, aber nach dem was heute um kurz nach 19 Uhr im Waldgebiet "Am Gelben Sprung" ablief, war eine Szenerie zum Abgewöhnen und wirft doch erhebliche Fragen zum Verantwortungsbewusstsein eines Hundebesitzers auf.



Bella und ich haben, wie üblich, den linken Weg genommen, um eine größere Runde zu gehen und etwa nach 1/4 der Strecke bogen wir ab und ich konnte bereits weiter vorne drei freilaufende Hunde erspähen und je weiter man kam mehrere Personen und mehrere Hunde. Und die bisherigen Erfahrungen mit solchen "Gruppen" sind sehr durchwachsen. Mittlerweile blieb Bella etwa 5 Meter hinter mir stehen, als dann auch ein Hund langsam an auf uns zukam und dies unter den Augen des Besitzers weiter hinten. Der Besitzer machte keinerlei Anstalten seinen Hund zurückzurufen. Bella senkte ihre Rute und machte schon einen unsicheren Eindruck. Ich versuchte sie zu beruhigen und wollte zu ihr gehen, als der andere Hund urplötzlich lospreschte und Bella die Flucht ergriff. Nach wenigen Augenblicken war sie aus meiner Sichtweite und der andere Hund stellte die Verfolgung ein. Dann erst hörte ich auch den anderen Hundesitzer den Namen seines Hundes rufen. Ich rief nur in seine Richtung ein lautes "Danke" - es brodelte sehr in mir. Von hinten kam ein "Ist doch nicht meine Schuld" und ich darauf: "Und ob, ist schließlich Ihr freilaufender Hund". Kurz danach sah ich Bella um die Ecke stehen und auf mich warten (zum Glück). Als ich noch zwei oder drei Meter von ihr entfernt war, drehte sie sich um und wollte nur den Rückweg antreten. Ich gab dem nach, da es für sie unzumutbar wäre, nun an der ganzen Horde vorbeizumüssen. Sie muss zwar lernen, dass sie mir vertrauen kann, wenn ich bzw. wir (Cloody und ich) bei ihr sind und versuchen, dass sie ihre Angst in den Griff bekommt, aber dies funktioniert nur dann, wenn man nicht auf verantwortungslose Hundebesitzer trifft.

Und ja, ich deklariere das Verhalten eines solchen Hundebesitzers als unverantwortlich, denn es ist doch eher so ein Machogehabe, wenn man meint, dass sein Hund alle Freiräume hat und auf nichts und niemanden Rücksicht zu nehmen ist. Eine funktionierende Gesellschaft zeichnet sich auch dadurch aus, dass Rücksicht auf Dritte genommen wird - dies ist leider selten geworden.

Wenn ich sehe, dass dort ein vorsichtig und ängstlich agierender Hund auftaucht, dann würde ich meinen Hund bei mir halten oder gar anleinen, wenn bekannt ist, dass er solch eine Situation dann gerne ausnutzt. Vor knapp einer Woche erlebten wir ein positives Beispiel. Eine Hündin (mehr so Richtung belgische Schäferhündin) die recht marzialisch an der Leine geführt daherkam, zeigte ein tolles Sozialverhalten Bella gegenüber. Ihre Besitzerin meinte, dass wenn ihrer Hündin ein Hund begegnet, der sich ängstlich und eingeschüchtert zeigt, dann unterlässt sie ein Jagen und sendet dann selber freundliche Signale aus.

Zurück zum Vorfall: Es ist an sich ja nichts dagegen einzuwenden, dass sich Hunderunden bilden, bei denen mehrere Besitzer/innen mit ihren Hunden dann gemeinsam herumlaufen und sie spielen lassen. Aber man sollte dabei schon Rücksicht auf andere nehmen, wenn man auf Fremde trifft. Ansonsten kann man ja gleich dem möglichen Angsthund ein Schild umhängen: "Ich habe Angst und bin zum Jagen freigegeben".

Für mich steht nun jedenfalls fest, dass ich um 19 Uhr nicht mehr dieses Waldstück aufsuchen werde - weil andere soziale Inkompetenz zeigen.



Montag, 4. September 2017

Hundebesitzer - das Maß aller Dinge...

... auch wenn die Vielzahl normale Ansichten vertreten und auch weiterdenken, so zeigen so manche Reaktionen auf meinen gestrigen Blog-Artikel, dass liberales und weitsichtiges Denken manchmal ein seltenes Gut ist. Eine der Reaktionen war, dass man in Zweifel stellte, dass ich überhaupt in der Lage sein einen Hund zu führen... und man neigte doch auch sehr dazu mich anzufeinden nebst Polarisierung und Gestalten von Pseudo-Szenarien, die jenen, die ich erlebte und in meinem gestrigen Artikel ansprach absolut nicht entsprachen. Ich bin ein großer Freund von einer gepflegten Diskussionskultur, bei der man auch die Sachlage nicht verändert und ohnen sog. alternative Fakten. Schade, dass dies nicht immer alle so sehen, sondern Diskussionen auch gerne mit Emotionen bespicken.

Diskussionspartner waren in erster Linie Hundebesitzer, die konsequente Kontaktsperren für Hunde vornehmen und es als Frechheit und Respektlosigkeit ansehen, sollte es auch nur ein anderer Hund wagen, in die Richtung des eigenen zu blicken oder zu agieren. Es wurde auch viel polarisiert und wirklich gelesen, schienen die Diskussionspartner/innen meinen Artikel nicht. Ich habe zB in meinem Artikel rein gar nichts davon geschrieben, dass unsere Hündin unangeleint oder an der Leine auf andere Hunde zustürmt, dies wurde mir aber zB unterstellt. 

Nach knapp einer Stunde wurde ich ohne Vorwarnung aus einer Hundegruppe bei Facebook verbannt, obgleich es eine rein sachliche Unterhaltung von meiner Seite aus war.

Ich werde niemals ein Freund davon sein, meine Hündin mittels der Leine von einem anderen Hund wegzuzerren, wenn beide sich freundschaftlich beschnuppern und dabei angeleint sind. Denn durch diesen gewaltsamen Akt kann nicht nur Stress beim eigenen Hund ausgelöst werden sondern auch eine gewisse Art von Unsicherheit.
Es sind doch gerade wir Menschen, die nicht wirklich unschuldig sind, wenn es zu Vorkommnissen kommt.

Wenn wir anfangen würden mal mehr auf die Intuitionen und Reaktionen sowie Signale unserer Hunde zu hören, wäre es ein Anfang....


Sonntag, 3. September 2017

Rudelführung oder reiner Egoismus/Kontrollzwang?

Meine Lebensgefährtin Cloody und ich waren heute zusammen mit unserer Hündin Bella beim Tierheimfest in Solingen Glüder. War ziemlich gut besucht und viele Hunde. Leider war es aber so, dass es für unsere Bella doch sichtlich zu stressig (zu viele Menschen) und auch zu laut war. Nach etwa einer Stunde sind wir wieder gegangen.

Was mich aber doch arg negativ verstimmte war das Verhalten von so einigen Hundebesitzern, in deren Nähe wir uns aufhielten oder vorbeigingen. Bereits auf dem Weg zum Tierheim wurden wir von einer Frau mit einem größeren Hund überholt und er wollte bei unserer Bella mal "Hallo" sagen und schnuppern und ich hörte nur: "Nein, bei der nicht!" .... na gut...

Dann etwas später, als wir beim Tierheim angekommen waren und einen Platz am Zaun einnahmen, um einen älteren Herrn seine Geschichte mit seiner Füchsin zu hören, was nebenbei bemerkt sehr interessant war, gesellte sich eine andere Hundebesitzerin neben uns. Sie hatte einen schwarzen Hund, der immer wieder mit wedelnder Rute zu Bella kam und schnuppern wollte, Bella war ebenfalls neugierig. Nur wurde dies immer und immer wieder unterbunden. Entweder wurde der Hund von seiner Besitzerin weggezogen oder unter Mithilfe ihrer Hände ferngehalten. Wir standen nebeneinander und ich finde so ein Verhalten schon arg negativ.

Solche Vorkommnisse begegnen uns immer mal wieder auch auf unserern täglichen Spaziergängen mit Bella und teilweise werden die Hunde einfach an einer strammen Leine regelrecht weiter gezerrt...

Natürlich ist es so, dass man bei einem Hund als Rudelführer fungieren muss, aber dies beinhaltet nicht, dass man einem Hund soziale Kontakte verwehren muss. Denn wenn man die Rudelführerposition soweit ausnutzt, um zwangshaft soziale Kontakte zu anderen Hunden zu unterbinden, dann scheint doch einiges schief zu laufen und man sollte sich selber mal hinterfragen. Von solchen Machtdemonstrationen halte ich per se nichts und dies zeugt nur von reinem Egoismus und Kontrollzwang... verbieten "wir" etwa auch unseren Kindern das Spielen mit Gleichaltrigen im Sandkasten?

Für mich ist es zwar auch klar, dass natürlich Cloody und ich als Rudelführer fungieren, aber dennoch geben wir Bella auch Freiraum und -sofern alles friedlich abläuft- somit auch die Möglichkeit zur Pflege von sozialen Kontakten. Nur ist es schon mehrfach vorgekommen, dass wir beide uns nur kofpschüttelnd anschauten, wenn andere ihren Hunden das "Hallo"-sagen versagten...

Ergänzender Artikel vom 04.09.2017



Montag, 28. August 2017

Bella und die Natur

Bilder von unserer Bella, die wir beim gestrigen Ausflug ins Murmelbachtal (Wuppertal) aufgenommen haben und eines, wo sie offensichtlich noch nicht wirklich rechte Lust hatte, die Wohnung zu verlassen.









Freitag, 18. August 2017

Das Unvermögen der Hundebesitzer....

Leider gestern morgen so geschehen: 

Da kommt eine schüchterne und ängstliche Hündin über eine Wiese  im Park gelaufen, sieht andere Hunde herumtoben und stockt und beobachtet. Ein anderer unangeleinter Hund kauert sich knapp 30 Meter ins Gras und prescht dann plötzlich darauf los, um sie zu jagen.

Die Besitzerin des "Jägers" lacht daraufhin los und meint: "Da hat er ja ein Opfer gefunden - keine Sorge nur spielerisch" und lachte hämisch .... da brachte ich nur ein "ah ja" heraus, da ich eher in sorge um meine Hündin war und rief sie, damit sie weiss, wo ich bin. Nach einem geschlagenen Haken machte sie sich auf den Weg zu mir. Daraufhin kam von der Besitzerin nur ein "Och schade, die wollte wohl nicht"

Was ich in dem Moment dachte sag ich besser nicht.... aber ich hoffe, dass die Besitzerin mir an einem der kommenden Morgende wieder über den Weg läuft, dann werde ich sie definitiv auf ihr unmögliches Verhalten ansprechen. Wenn man schon sieht, dass ein ängstlicher/vorsichtiger Hund auftaucht und man ja weiss, dass der eigene gerne andere jagt (vollkommen egal ob es spielerisch dann ist), dann sollte man seinen Hund unter Kontrolle haben.

Das Verhalten von so manchen Hundebesitzern empfinde ich mehr als "unsozial"

Samstag, 12. August 2017

Pflegestelle für Hunde und anderes aus der Gedankenwelt....



Vorgestern traf ich im Wartezimmer unserer Tierärztin auf einen älteren Mann und wir kamen da gut ins Gespräch. Er hat einen 13 Jahre alten Hund mit einem Herzklappenfehler und der dauerhaft Medikamente einnehmen muss. Bei dem Gespräch kam heraus, dass er vor einigen Jahren als Hunde-Pflegestelle tätig war. Schon interessant und ich finde persönlich es sehr gut, dass es auch solche Stellen gibt. Nur und da pflichtete er mir bei ist es schon schwer, sich dann hinterher von dem Hund zu trennen, wenn er ein neues Heim gefunden hat. Zumal seine letzte Pflegefellnase war ein völlig verängstigter Hund und nach mehreren Wochen war ein Vertrauensverhältnis geschaffen worden und sich dann zu trennen, ist für beide dann echt schwer, wenn man als Mensch mit Herz und Seele dabei ist.

Ich habe mich auch schon mal damit beschäftigt, ob wir nicht auch Richtung Pflegestelle gehen sollten, aber dies könnte ich keiner unserer Fellnasen und vor allem keinem Pflegehund antun. Denn dann freunden die sich an und man muss den Pflegehund dann doch wieder aus der vertrauten Umgebung herausnehmen... nein nein nein. Allein der Gedanke daran ist schon schwer.

Vor einigen Wochen beschäftigte mich der Gedanke, ob wir nicht mal für 1-2 Wochen nach Rumänien sollten (ohne Bella), um dort vor Ort mitzuhelfen, hundegerechte Lebensbereiche/Tierheime aufzubauen. Wie sich dann herausstellte, war ich nicht allein mit solchen Gedanken. Ein weiterer Halter von rumänischen Hunden, mit dem ich auf Facebook befreundet bin, trug sich selber auch schon mit solchen Gedanken. Aber -so wie er auch- musste auch ich mir eingestehen, dass wir zu sehr mit dem Herz dann dabei wären und versuchen würden, eher welche von dort mitzunehmen. Gedanke at acta gelegt....

Vielleicht wird nun der ein oder andere sagen: Und was ist mit den Tieren in unseren Tierheimen? Natürlich gibt es auch hier viele Hunde in den Tierheimen und oftmals sind dort mehr, als sein sollten. Bella kommt auch aus einem Tierheim, aber dennoch -so meine Meinung- haben die Hunde hier bei uns ein besseres Leben und sollte man es nicht auch anderen ermöglichen, wenn die Chancen dafür gegeben sind?

Vorgestern haben wir uns einen TV-Beitrag auf 3Sat angeschaut, wo es um Hunde/Katzen ging und wo auch das Thema der Überzuchtungen angesprochen wurde. Züchtungen werden extra vorgenommen, weil man mit dem Trend mitgehen und nur Kohle machen will. Wie damals, als der Film mit den Dalmatinern ins Kino kam und der Ruf "Ich will auch einen" sehr oft zu hören war und es dann Monate später eine regelrechte Damlatiner-Schwemme gab - erst in den Wohnungen/Häusern und dann Wochen später in den Tierheimen. Nun sind es Variationen vom Mops und Hunden im Handtaschenformat. Hauptsache man geht mit dem Trend....

Wäre es da nicht sinnvoller, dass man sich statt einem Chihuahua im Handtaschenformat, den man betütteln und verhätscheln kann, einen quirligen Dackel oder kleinen Mischlingshund aus dem Tierheim holt? Haben die weniger Aufmerksamkeit und Zuwendung verdient, als so prädestinierte nach Aufmerksamkeit schreiende Kläffmaschinen? Ich mochte es noch nie mit einem Trend mitzugehen und eher auszuscheren. Übrigens: Chihuahua's sind Bella's beste Freunde. Erst auf Bella zugehen und Freude vorgauckeln, um sich dann vor ihr breitbeinig hinzustellen, nach ihr zu schnappen und sie "bedrohlich" anzukläffen... aber wehe die bellt dann zurück *lach


An sich möchte ich nur sagen: Wenn man sich schon einen Hund zulegen möchte, dann sollte dies gut überlegt sein und schaut doch erstmal in den Tierheimen nach (dort finden sich auch viele Hunde aus dem Ausland). Dort warten nicht selten Hunde, die Schicksale hinter sich haben und sich nach einem guten zuhause sehnen, wo sie wieder aufleben können. Nur brauchen diese Hunde auch Zeit, um sich einzuleben und Vertrauen aufzubauen. Bei Bella dauerte es schon einigen Monate - mittlerweile ist sie aufgeblüht und im Vergleich zu den ersten Wochen ein Unterschied, wie Tag und Nacht.

Und wenn man schon die Möglichkeit hat, warum dann nicht ein Hund aus einem Tierheim, der schon Jahre auf dem Buckel hat... nur um ihm einen schönen Lebensabend zu bescheren, wäre dies nicht auch ein Anspruch und eine Aufgabe? Sind wir dann da zu sehr Egoist, um über ältere Hunde hinwegzusehen und lieber nach Welpen oder Junghunden zu schauen? Ich würde es machen, wenn wir ebenerdig wohnen würden und einen großen Garten und noch mehr Platz hätten.

Euer Tom